Epoxidharz wird sehr häufig in der Bauwirtschaft eingesetzt. Es hat allerdings den Nachteil, dass seine Komponenten gesundheitsgefährdende Substanzen enthalten. Einige dieser Stoffe verursachen im schlimmsten Fall Hauterkrankungen, weshalb viele Menschen, die mit Epoxidharzen arbeiten an Allergien oder Reizungen der Haut leiden. Hierfür kann der ungeschützte Kontakt mit Epoxidharzen ursächlich sein. Doch welche Gefahren gehen wirklich von Epoxidharz aus?

Fotolia 92223718 XS 300x213Die Folgen von ungeschütztem Kontakt mit Epoxidharz sind vielfältig und können Reizungen, Jucken, Rötungen und Schmerzen an Augen und Haut verursachen. Allergische Reaktionen der Haut, beispielsweise an den Händen und Beinen oder am Gesicht und den Augen können ebenfalls auftreten. Einige Harze lösen zudem Verätzungen aus. Wer Lösungsmitteldämpfe einatmet, kann zudem unter Kopfschmerzen leiden oder weitere Teile des Körpers schädigen.

Wer mit Epoxidharz arbeitet, sollte deshalb unbedingt den Hautkontakt zu allen unausgehärteten Substanzen vermeiden und allen Sicherheitsanweisungen folgen, die sich auf den Sicherheitsdatenblättern oder Betriebsanweisungen des Arbeitgebers befinden.

In der Regel befinden sich auch auf den Gebinden selbst wichtige Sicherheitshinweise zur Handhabung. Zudem sollte nur die notwendige Menge angemischt und die Bestandteile in der angegebenen Reihenfolge dazu gegeben werden.

Zur Verarbeitung werden nur geeignete Arbeitsgeräte verwendet, beispielsweise Spritzschutzschilde oder langstielige Roller. Das Mischgefäß für Epoxidharz sollte lediglich bis zu 20 cm unter der Kante gefüllt werden, damit es nicht überschwappen kann. Der Transport sollte nur mit Transportwagen erfolgen. Beim Arbeiten ist eine ausreichende Belüftung erforderlich. Beim Anmischen, Spritzverfahren oder Injizieren müssen die Augen geschützt werden, beispielsweise durch eine Schutzbrille. Zum Schutz der Hände sollten Nitril- oder Butrylhandschuhe eingesetzt werden, es sei denn, der Hersteller empfiehlt eine andere Art von Handschuhen. Lederhandschuhe bieten keinen ausreichenden Schutz.

Holz mit Epoxidharz versiegeln – funktioniert das ?

Epoxidharze sind flüssige Kunststoffe, die sehr gut zur Holzrestauration eingesetzt werden können, damit das Holz versiegelt und wasserfest wird. Zum Einsatz kommen dabei sehr wenig riechende Materialien. Epoxidharz wird zum Versiegeln bei Bootsreparaturen oder beim Windmühlenbau verwendet, da es Holz zuverlässig imprägnieren kann.

Um Holz zu versiegeln, ist es erforderlich zu wissen, dass Holz wie andere Materialien aus Fasern besteht. Holzfasern werden im Verbund mit Epoxidharz besonders fest, wenn das Holz sich nicht schon in einem weit fortgeschrittenen Verrottungsstadium befindet. So kann das Material erhalten bleiben, ohne zu viel des beschädigten Materials entfernen zu müssen. Sofern sich am Holz komplett loses Material befindet, sollte dies allerdings behutsam entfernt werden. Danach wird eine hohe Durchtränkung und Sättigung des Holzes erreicht, wenn Epoxidharz durch Bohrungen, Auftupfen oder Bepinseln auf das Holz aufgetragen wird.

Zunächst ist es optisch gut sichtbar, wie stark das Epoxidharz vom Holz aufgesaugt wird. Dieses Saugverhalten kann noch erhöht werden, wenn das Epoxidharz verdünnt aufgetragen oder ein lösungshaltiges Harz verwendet wird. Aufgrund seiner Eigenschaften wird Epoxidharz sehr gerne im Bootsbau im Zusammenhang mit Holz eingesetzt, da es sehr flexible und belastbare Verklebungen ermöglicht, auf der anderen Seite jedoch eine zu 100 Prozent wasserfeste und permanente Imprägnierung garantiert. Von entscheidender Bedeutung ist die Dicke des Ausbaus, der sich über dem Holz befindet sowie die Art der Konstruktion.